Fußpflege – Schrunden vermeiden

Schrunden mit einer optimalen Fußpflege verhindern

Sich von Kopf bis Fuß wohlfühlen – das ist ein oft ausgedrückter Wunsch. Dabei werden vor allem die Füße tagtäglich besonders beansprucht. Sie müssen beim Gehen und Stehen das gesamte Körpergewicht tragen. Das heißt, hier muss einerseits darauf geachtet werden, dass Fußfehlformen so schnell wie möglich behandelt werden. Außerdem benötigen Füße eine intensive Pflege. Wird diese vernachlässigt, drohen gleich einige Erkrankungen. Die Palette reicht von eingewachsenen Nägeln über Fußpilz und Nagelpilz bis hin zur Ausbildung von Schrunden.

Wie entstehen Schrunden und wie lassen sie sich vermeiden?

Schrunden werden in der medizinischen Fachsprache Rhagade genannt. Dabei handelt es sich um Einrisse, die bis in die tiefer liegenden Hautschichten reichen oder sogar andere Gewebsarten in Mitleidenschaft ziehen können. Besonders häufig treten Schrunden auf, wenn die Hornhaut an den Fersen nicht regelmäßig entfernt wird. Auch Austrocknungen der Haut und die damit einhergehende Herabsetzung der Elastizität gehören zu den Ursachen der Schrunden. Die Folge können entzündliche Prozesse sein, die vor allem bei Diabetikern und Menschen mit Schwächen des Immunsystems nur sehr langsam oder in einigen Fällen gar nicht mehr ausheilen. Außerdem sind Schrunden üblicherweise ziemlich schmerzhaft, sodass längeres Stehen und Laufen unmöglich werden.

Um Schrunden zu verhindern, muss die Hornhaut entfernt werden, die sich vor allem an den Rändern des Fersenballens gern bildet. Das wird im Winterhalbjahr vor allem durch das geschlossene Schuhwerk und eine nicht optimale Auswahl der Passform begünstigt. Durch den davon ausgehenden mechanischen Reiz kommt es häufig zu einer Hyperkeratose, also einer übermäßigen Ausprägung von Hornhaut. Sie kann nach einem ausgiebigen Fußbad oder Vollbad mit einer speziellen Raspel entfernt werden. Alternativ stehen mittlerweile auch elektrische Hilfen zur Verfügung, die mit rotierenden Schleifwalzen arbeiten. Dabei ist darauf zu achten, dass die darunter liegende intakte Haut nicht verletzt wird.

Kann der übermäßigen Bildung von Hornhaut vorgebeugt werden?

In einigen Fällen ist keine Vorbeugung möglich. Das ist dann der Fall, wenn beispielsweise eine Hauterkrankung wie eine Neurodermitis oder eine Veranlagung zu Verhornungsstörungen vorliegen. Eine gute Prävention ist der Kauf von Schuhwerk mit optimaler Passform, weil damit die Druckstellen vermieden werden können, die häufig zum Auslöser der übermäßigen Bildung von Hornhaut werden. Außerdem ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass besonders beanspruchte Stellen weich und geschmeidig bleiben. Möglich ist das mit speziellen Fußcremes sowie mit Fettcremes, die am besten nach einem vorbereitenden Fußbad aufgetragen und einmassiert werden sollten. Auch nach einem Vollbad sollten die Füße eingecremt werden, da die schützende Fettschicht durch den Kontakt mit Wasser, Seife und Badezusätzen abgetragen wird und infolgedessen eine Austrocknung der Haut droht.

 

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