Sonnenschutz im Winter

Guter Sonnenschutz ist auch im Winterurlaub wichtig

Viele Menschen unterschätzen die Wirkung der UV-Strahlung insgesamt und besonders in den Wintermonaten. Dort täuscht die Kälte darüber hinweg, dass beim Skifahren oder beim Sonnenbaden auf der Terrasse einer Skihütte durchaus auch ein Sonnenbrand droht. Dieses Risiko wird sogar noch verstärkt durch die Tatsache, dass sich die meisten Skigebiete in größeren Höhen befinden. Die Luft ist hier sauberer und dünner mit der Konsequenz einer weniger effektiven Filterung der UV-Strahlung, als dies vergleichsweise in den Städten im Tiefland der Fall ist. Deshalb ist vor allem der Schutz des Gesichts mit einer guten Sonnencreme im Winterurlaub genauso unverzichtbar wie beim sommerlichen Badeurlaub.

Welchen Einfluss haben die Hauttypen auf den Sonnenschutz?

In der Praxis werden die von Thomas Fitzpatrick entwickelten Einstufungen angewendet. Der amerikanische Hautarzt definierte im Jahr 1975 vier grundlegende Hauttypen, die später durch zwei weitere Typisierungen ergänzt wurden. Sie unterscheiden sich nach der Hautfarbe, der Haarfarbe, der Pigmentierung der Brustwarzen und der Zeit, in der die Sonnenstrahlung ohne Schutz durch eine Sonnencreme keinen Sonnenbrand verursachen kann. Zu beachten ist beim Fitzpatrick-System der Bestimmung der Hauttypen, dass es nur eine sehr grobe Orientierung bietet. Innerhalb der definierten Typen treten teilweise erhebliche Unterschiede auf, die bei der Auswahl der Sonnencreme für den Winter und den Sommer unbedingt beachtet werden müssen.

Welche Hauttypen definierte Thomas Fitzpatrick?

Der keltische Typ weist eine besonders helle Hautfarbe und helles oder rotes Haar auf. Die Brustwarzen sind kaum pigmentiert. Hier beträgt die Zeitdauer des Eigenschutzes weniger als zehn Minuten, weshalb unbedingt eine Sonnenschutzcreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwendet werden sollte. Er sollte schon ab einem UV-Index ab 9 bei Mindestwerten von 25 liegen.

Der nordische Typ weist ähnliche äußere Merkmale auf, kann aber auch hellbraunes Haar haben. Ein Unterschied ist die etwas deutlichere Pigmentierung der Brustwarzen. Vertreter dieses Hauttyps sollten ab einem UV-Index von 9 eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20 auftragen, denn er Eigenschutz ist lediglich über einen Zeitraum von zehn bis zwanzig Minuten wirksam.

Beim Mischtyp steigt die Eigenschutzzeit auf 20 bis 30 Minuten. Danach ist bei einem UV-Index ab 9 eine Creme mit dem Lichtschutzfaktor 15 erforderlich. Der Mischtyp zeichnet sich durch eine mittlere Hautfarbe und leicht bräunlich wirkende Brustwarzen aus. Zu diesem Hauttyp können Menschen mit allen denkbaren Haarfarben gehören.

Der mediterrane Hauttyp weist eine hellbraune bis olivfarbene Haut auf und besitzt typischerweise braune Augen. Die Haarfarben variieren zwischen Braun und Schwarz. Die Brustwarzen sind sehr intensiv pigmentiert. Vertreter dieses Hauttyps können sich auf einen mindesten 30 Minuten langen Eigenschutz verlassen und sollten ab einem UV-Index 9 eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 verwenden.

Thomas Fitzpatrick definierte außerdem den dunklen und den schwarzen Hauttyp. Hier ist der Eigenschutz über einen Zeitraum von mindestens 90 Minuten wirksam. Beide Hauttypen bekommen sehr selten Sonnenbrand und kommen deshalb mit einer Sonnenschutzcreme mit niedrigem Lichtschutzfaktor aus.

 

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