Warum riechen Parfums und Deos bei jedem Menschen anders?

Warum riechen Deos und Parfums bei jedem Menschen anders?

Immer wieder wundern sich Kunden, dass die Deodorants und Parfums bei ihnen anders riechen, als du das beim Testen im Geschäft mit einem kurzen Sprühstoß in die Schutzkappe wahrgenommen hast. Das ist eine völlig natürliche Sache, die von verschiedenen Faktoren bewirkt wird. Dabei spielen sowohl körpereigene Stoffe als auch die Wechselwirkungen mit anderen Duftstoffen eine wichtige Rolle. Unser Experten-Team von Parfümerie Becker erklärt dir die genauen Hintergründe.

Der MHC-Komplex wirkt sich auf den individuellen Duft aus

Jeder Mensch besitzt eine körpereigene „Duftmarke“, die mittlerweile auch als ein Merkmal der Identifikation in der Kriminalistik testweise eingesetzt wird. Der Körpergeruch wird überwiegend von genetischen Faktoren beeinflusst, was auch salopp als „Familiengeruch“ bezeichnet wird. Hier kommt dem Stoffwechsel eine wichtige Bedeutung zu. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Zersetzung von Fetten und Proteinen. Die Proteinzersetzung wird MHC-Komplex genannt. Die Abfallprodukte gelangen mit dem Schweiß an die Hautoberfläche. Dort mischen sich die körpereigenen Duftstoffe mit den in Deodorants und Parfums enthaltenen Duftstoffen, sodass ein völlig individueller Duftmix entsteht. Eine Ausnahme bilden hier nur eineiige Zwillinge und Drillinge, weil sie eine genetische Übereinstimmung beim MHC-Komplex aufweisen.

Auch Pheromone verändern den Geruch von Parfums und Deos

Pheromone gehören zu den Botenstoffen, von denen erotische Reize ausgelöst werden. Dabei werden Releaser und Primer unterschieden. Die Differenzierung erfolgt über die Art der jeweiligen Reaktion auf die Wahrnehmung. Releaser verändern das Verhalten und Primer lösen physiologische Veränderungen aus. Die Art der Zusammensetzung der Pheromone ist bei Frauen und Männern nicht identisch. Das ist ein Grund, warum spezielle Varianten der Deodorants und Parfums für Damen und Herren angeboten werden. Außerdem verändert sich die Pheromonausschüttung bei beiden Geschlechtern mit voranschreitendem Alter. Das kann durchaus dazu führen, dass ein Parfum in jungen Jahren als angenehm und im hohen Alter als weniger angenehm wahrgenommen wird.

Was hat noch Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Duftstoffe?

Man mag es kaum glauben, aber auch bei der Ernährung sind Wechselwirkungen mit den in Parfums und Deos enthaltenen Duftstoffen zu beobachten. Das typische Beispiel dafür ist Knoblauch, dessen Geruchsstoffe auch über die Haut ausgeschieden werden. Hinzu kommen alltägliche Gewohnheiten: Wie sich eine Duftnote bei einem Menschen präsentiert, hängt auch davon ab, welche Seifen, Shampoos und Cremes bei der täglichen Körperpflege zum Einsatz kommen. Auch deren Düfte vermischen sich mit den in Parfums enthaltenen Duftstoffen. Das gilt genauso für die Duftstoffe der Waschmittel und Weichspüler. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass eine möglichst einheitliche Linie bei der Auswahl verfolgt wird, um unangenehme Duftmischungen zu vermeiden.

 

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